10. September, 13 Uhr, Brandenburger Tor

Das war 600 LEBEN 2015

Um gemeinsam Suizide zu verhindern

Ich mach’ mit

Welttag der Suizidprävention 2015

Was ist 600 LEBEN?

600 LEBEN ist eine symbolische Großaktion von vielen Hilfsorganisationen aus dem Bereich Seelische Gesundheit, die zum ersten Mal am 10. September 2014 stattgefunden hat. Zum Welttag der Suizidprävention im vergangenen Jahr versammelten sich 600 junge Menschen vor dem Brandenburger Tor und ließen sich auf Signal auf den Boden fallen.
Warum?

Wir verlieren jedes Jahr 600 junge Leben durch Suizid. 10.000 sind es insgesamt.
Trotzdem bleibt das Thema ein Tabu. Das wollen wir ändern.

Wir forderten Passanten auf, ihnen symbolisch die Hand zu reichen. In diesem Jahr richten wir uns an Verantwortliche aus Politik und Gesundheitswesen. Denn es ist auch ihre Pflicht Betroffenen und Angehörigen zu helfen. Daher fordern wir konkret eine nationale Aufklärungskampagne zu den Themen Depression und Suizid. Werde Teil von 600 Menschen, die am Welttag der Suizidprävention dafür sorgen, dass Depression und Suizid keine Tabus mehr bleiben.

Damit nächstes Jahr weniger Menschen
durch Suizid sterben.

 

Was ist bei der Aktion 2014 passiert?

  1. Hunderte Menschen, viele davon Angehörige, kamen am 10. September 2014 vors Brandenburger Tor.
  2. Auf ein Signal ließen sich alle gemeinsam zu Boden fallen und blieben eine Minute still liegen.
  3. Helfer reichten den Liegenden die Hand und halfen ihnen auf. Denn Hilfe ist möglich.

IMG_8985 "600 Leben" Aktion zum Welt-Suizipräventionstag IMG_8978

Infos über
Suizid

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Wo gibt’s
Hilfe?

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Welttag der
Suizidprävention

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  • Oliver, 40:
    Ich war ziemlich geschockt, als ich erfuhr, dass in Deutschland mehr Menschen durch Suizid sterben, als durch Verkehrsunfälle, AIDS und Drogen zusammen. Die Aktion ist wichtig, weil sie darauf aufmerksam macht, dass Suizide verhindert werden können!
  • Laura, 29:
    Wer mit offenen Augen und Ohren seinen Freunden begegnet, kann oft helfen. Nicht jeder Suizid kann verhindert werden. Das habe ich selbst erlebt. Ich weiß aber auch, dass Krisen zum Leben dazugehören und die meisten Menschen die Stärke besitzen, sie zu meistern – allein oder gemeinsam. Mit der Aktion rufe ich dazu auf, die Sinne zu schärfen und Krisen zu entschärfen.
  • Markus, 48:
    In meinem unmittelbaren Umfeld sind schon zwei Menschen freiwillig gegangen. Das sind zwei zu viel. Und beide Male habe ich mir Vorwürfe gemacht, nicht genug für sie getan zu haben, weil ich nicht genau wusste, was ich tun kann.
    Ich unterstütze die Aktion “600 LEBEN”, damit es anderen nicht so geht.
  • Elena, 20:
    Seit ich sechzehn bin begleite ich junge Menschen, die in Krisen geraten sind und oft keinen Ausweg mehr sehen. Viele Jugendliche mit Suizidgedanken wollen nicht sterben, sondern nur nicht unter diesen Bedingungen weiterleben. Meistens hilft es schon, wenn man einfach zuhört. Das kannst auch Du!
  • Tobias, 45:
    Ich unterstütze die Aktion 600 Leben, weil sie die Hoffnung nährt! Durch Gemeinschaft und Offenheit klärt sie auf und bekämpft die furchtbarste und sinnloseste Konsequenz des Unglücks bei jungen Menschen – den Suizid. Wir sollten GEMEINSAM alles tun, dieses zu verhindern: Jedes Leben zählt!.
  • Simone, 35:
    In meinem Bekanntenkreis hat es leider schon mehr als einen Suizid gegeben und ich wollte nicht hilflos bleiben. Das Einzige, was helfen kann, ist darüber zu reden. Und zwar dauerhaft, nicht nur wenn gerade ein Prominenter betroffen ist. Mit dieser Aktion wollen wir gegen das Schweigen anreden!
  • Niko, 20:
    Mein Leben bereitet mir Spaß und Freude. Leider geht das nicht jedem Menschen so. Manche Menschen denken darüber nach, sich das Leben zu nehmen – doch gibt es immer noch einen anderen Weg als den Suizid. Ich möchte Menschen helfen, diesen anderen Weg zu finden und außerdem dazu beitragen, dass Suizid kein Tabuthema bleibt. Projekte, die Suizide verhindern möchten, brauchen engagierte Menschen, die sie verwirklichen. Ich bin stolz, einer von ihnen zu sein.
  • Nina, 37:
    Ich setze mich für die Aktion “600 LEBEN” ein, weil Suizid in unserer Gesellschaft eines der letzten verbleibenden Tabus ist. Dabei ist Schweigen nirgendswo so fatal wie bei diesem Thema. Buchstäblich. Je mehr Unterstützung, Offenheit und Mut wir entwickeln, umso lebens-werter wird unser Miteinander. Dafür lohnt es sich, einzustehen!

Ich mach' mit

Ich registriere mich für die Aktion, um auf das Thema Suizid
aufmerksam zu machen. Per E-Mail erhalte ich Informationen über den genauen
Ablauf und eine Erinnerung, was ich am 10. September machen soll.


Unsere Sponsoren

10.09.2015
Brandenburger Tor Berlin
13 Uhr

Pariser Platz
S-/U-Bahnhof Brandenburger Tor

Aktion
um Suizide
zu verhindern
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Infos über Suizid

Alle 53 Minuten nimmt sich in Deutschland ein Mensch das Leben.
Alle 5 Minuten versucht es jemand.

Häufige Fehlannahmen:

 

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Wo gibt’s Hilfe?

Wie kann ich helfen?

Die wichtigsten Regeln im Umgang mit einem Suizidgefährdeten lauten:

Wo bekomme ich Hilfe?

[U25] Berlin

E-Mailberatung für suizidgefährdete Jugendliche durch speziell ausgebildete Gleichaltrige (“Peers”).
Webseite: www.u25-berlin.de

Angehörige psychisch Kranker Landesverband Berlin e.V.

Angehörigenberatung, Beratung zum TPB für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung und deren Angehörige sowie Hilfe bei akuten seelischen Krisen, 24h telefonisch und vor Ort an neun Berliner Standorten (Mo-So von 16-24 Uhr).
☎ 030 863 957 01
Webseite: www.apk-berlin.de

Berliner Krisendienst

Hilfe bei akuten seelischen Krisen, 24h telefonisch und vor Ort an neun Berliner Standorten (Mo-So von 16-24 Uhr).
☎ 030 390 63 -10, -20, -30, -40, -50, -60, -70, -80, -90
Webseite: www.berliner-krisendienst.de

DGPPN

Medizinische Fachgesellschaft für Forschungsarbeit in den Gebieten Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde.
Webseite: www.dgppn.de

Diakonie eMail-Beratung (DWBO e.V.)

Anonyme und kostenlose E-Mailberatung (mit Anmeldung) für Kinder und Jugendliche bei Kummer und Sorgen an 365 Tagen im Jahr.
Webseite: www.diakonie-emailberatung.de

Freunde fürs Leben e.V.

Information und Aufklärung über Suizid und Depression.
Webseite: www.frnd.de

Irrsinnig Menschlich e.V.

Information und Aufklärung zum Thema seelische Gesundheit.
Webseite: www.irrsinnig-menschlich.de

Kinder- und Jugendtelefon (DWBO e.V.)

Die Nummer gegen Kummer. Vom Festnetz/Handy aus anonyme und kostenlose Beratung immer Mo-Sa von 14-20 Uhr.
☎ 11 6 111
Webseite: www.nummergegenkummer.de

Kirchliche Telefonseelsorge Berlin (DWBO e.V.)

Telefonische Beratung bei Lebenskrisen oder seelischer Not rund um die Uhr.
☎ 0800 111 0 111 (Deutschlandweit)
☎ 0800 111 0 222 (Berlin-Brandenburg)
Webseite: www.telefonseelsorge-berlin-brandenburg.de

neuhland e.V.

Telefon-Beratung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Krisensituationen.
☎ 030 873 01 11
☎ 030 873 01 11 (Aufnahmeanfragen für Krisenwohnungen)
Beratung auch vor Ort
Webseite: www.neuhland.net

 

Liste aller Hilfsdienste deutschlandweit, nach Bundesländern geordnet:

Deutsche Hilfsdienste

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Welttag der Suizidpräventionstag 10. September

Die Weltgesundheitsorganisation WHO initiierte am 10. September 2003 den Welttag der Suizidprävention mit der Begründung, dass Suizid eines der größten Gesundheitsprobleme der Welt darstellt. Der Aktionstag wird seither jährlich von der International Association for Suicide Prevention (IASP) durchgeführt. Die WHO kritisiert, dass Suizidprävention in vielen Ländern nur unzureichend betrieben wird. Sie betont, dass in vielen Gesellschaften Suizid nicht als fundamentales Problem wahrgenommen wird und dass es ein Tabu ist, das Thema offen anzusprechen.

Das Motto des diesjährigen Welttags der Suizidprävention ist ‚Preventing Suicide: Reaching Out and Saving Lives.‘ Es unterstreicht die Tatsache, das wir uns die Hände reichen müssen, um Suizid zu verhindern und Leben zu retten. In diesem Sinne sind mit der Aktion „600 LEBEN“ einige der wichtigsten Akteure im Bereich Suizidprävention und Seelische Gesundheit zusammengekommen, um gemeinsam mehr Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken.

Mit dabei sind folgende Organisationen:

Unterstützt wird die Aktion von der AGUS e.V., dem Aktionsbündnis Seelische Gesundheit, betterplace.org, dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (DGS), Irrsinnig Menschlich e.V., juuuport und der Stiftung Deutsche Depressionshilfe.

Einen großen Dank gilt unseren ehrenamtlichen Helfern Julian Bork, Yana Alexa Espanner, Christoph Rauscher und Claudia Wagner (Grafikdesign), Simon Marcinkiewicz und Philipp Sehling (Bewegtbildbeiträge), Malte Sauer (Recherche) sowie unseren Sponsoren der Berliner Sparkasse, FAIRDRUCKT (Textildrucksponsor) sowie FreundSaft und unserem Druckpartner Pinguin Druck.